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besonders markante Eigenschaft der Kristalle. Sie sind zum einen aus der Kristallstruktur verständlich und als niedrig indizierte Flächen mit Netzebenen identisch. Zum anderen stellt der Abbruch der Kristallstruktur an der Oberfläche einen besonders abrupten Eingriff gegenüber den Verhältnissen einer ungestörten Struktur dar und kann damit als eine immer auftretende Fehlordnung betrachtet werden. Damit sind Oberflächen ein wesentlicher Teil der Realstruktur von Kristallen und bestimmen eine ganze Reihe spezifischer Eigenschaften. Da sie die äussere Gestalt begrenzen, sind Strukturdefekte, die von innen kommend auf ihnen enden, leicht durch Ätzen kenntlich zu machen. Je nach Bindungsenergie innerhalb der Flächen wird das Wachstum auf Flächen entweder durch Flächenkeime, wenn die Bindungen sehr gross sind, oder auf der atomar aufgerauhten Fläche stattfinden. |
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