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1) Historische Geologie: oolithische Eisenerze des oberen Lias (Toarc) und unteren Dogger (Aalen) im südwestlichen Luxemburg und in Lothringen. Sie entstanden in einem ästuarinen Ablagerungsraum zwischen Ardennen und Hunsrück. Wenigstens teilweise bildeten sich die Eisenooide auch festländisch in hydromorphen Böden unter subtropischem Klima. Unter dem Einfluss von Gezeitenströmungen wurden sie in subtidalen Sandbarren als 2-3 m mächtige, lokal bis 9 m mächtige Erzlager akkumuliert. Der Eisengehalt liegt bei etwa 30%. Die Eisenerze bildeten sich jeweils im Top von Shallowing-upward-Kleinzyklen (Sequenzstratigraphie), d.h. während der Regressionsmaxima. Sie sind in die ca. 10-65 m mächtige Minette-Formation eingeschaltet, die aus eisenoolithführenden, carbonatischen Silt- und Sandsteinen besteht. Vergleichbare eisenoolithische Sandsteine mit eingeschalteten Erzflözen sind im gesamten süddeutschen Raum (Schwäbischer und Fränkischer Jura) im Oberaalen entwickelt und zeichnen die Küstenlinie des süddeutschen Doggermeeres entlang des Vindelizischen Landes (Vindelizische Schwelle) und der Böhmischen Masse nach. Ironstone. 2) Petrologie: ein Lamprophyr, der überwiegend aus Kalifeldspat und Biotit besteht. |
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