Phasenübergang beim Hämatit (α-Fe2O3) bei 263 K (-10ºC). Unterhalb dieser für Hämatit charakteristischen Temperatur ist das Mineral rein antiferromagnetisch (Antiferromagnetismus) und verliert seinen schwachen Ferrimagnetismus, den es durch Verkanten (spin canting) der magnetischen Elementardipole oberhalb 263 K besessen hatte. Die Elementardipole klappen unterhalb 263 K von einer Richtung in der Basalebene in die dazu senkrechte c-Achse um. Hämatit wird beim Unterschreiten dieser Temperatur magnetisch anisotrop und die Suszeptibilität nimmt ab. Eine vorhandene remanente Magnetisierung verschwindet bei Unterschreitung der kritischen Temperatur, kann sich aber beim Erwärmen wieder teilweise regenerieren. Dies wird als Memory Effekt bezeichnet.