Begriff aus der Landschaftsökologie. Er bezeichnet einerseits eine Karte mit den in der naturräumlichen Gliederung ausgeschiedenen naturräumlichen Einheiten, wobei die ausgewiesenen naturräumlichen Einheiten zu physiognomisch-strukturell ähnlichen Landschaftstypen zusammengefasst werden. Die Naturraumtypenkarte kann für alle Stufen der Dimension naturräumlicher Einheiten erstellt werden. Eine Naturraumtypenkarte kann andererseits aber auch eine Karte von Landschaftstypen mit ähnlichen Prozessen und Funktionen des Naturhaushaltes, also mit einer mehr oder weniger gleichen Ausprägung der Naturraumpotentiale sein. Erst diese auf die Leistungsfähigkeit des Landschaftshaushaltes ausgerichtete Art von Naturraumtypenkarten ist praxisrelevant für die Bewertung der Nutzungseignung von Landschaften und somit Grundlage für eine ökologisch orientierte Planung (ökologische Planung). Als Beispiel sind die Naturraumtypenkarten der ehemaligen DDR im mittleren Massstab zu nennen.