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Auswertung der in einem geodätischen Netz gemessenen Beobachtungen mit Hilfe der Ausgleichungsrechnung. In der Regel werden auf den Punkten geodätischer Netze mehr Beobachtungen durchgeführt, als zur eindeutigen Festlegung der Punktkoordinaten und ggf. weiterer Parameter erforderlich sind. Die aus den unvermeidbaren Beobachtungsungenauigkeiten entstehenden Widersprüche in den Beobachtungsgleichungen werden durch Hinzufügen von Beobachtungsverbesserungen 
TPunter der Minimumsbedingung der Ausgleichungsrechnung 
= min (P = Matrix der Beobachtungsgewichte) beseitigt. Da die Koordinaten der geodätischen Netzpunkte aus geodätischen Beobachtungen erst nach Festlegung eines geodätischen Datums definiert sind, enthält die Normalgleichungsmatrix einen Datumsdefekt, der durch Einführung von externen Bedingungsgleichungen aufgehoben wird. Führt man die für die Beseitigung des Datumsdefekts exakt notwendige Zahl und Art von Bedingungen, die sog. Datumsbedingungen ein, so bezeichnet man diese Vorgehensweise als freie Netzausgleichung;wird eine grössere Anzahl von Bedingungen gewählt, so spricht man von einem Netz mit Zwangsanschluss.
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