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Bezeichnung für Waldschäden, die v.a. in höheren Mittelgebirgslagen und den Alpen ab 1970 massiv zunahmen und zum flächendeckenden Waldsterben führten. Hauptverantwortlich dafür ist wahrscheinlich der erhöhte Stickstoffeintrag über den Niederschlag (saurer Regen). Der aus Landwirtschaft und Verkehrsabgasen stammende Stickstoff führt im Waldökosystem zur Überdüngung, zur Störung des Nährstoffgleichgewichts und dadurch zu einer Vitalitätsminderung der Wälder. Alles in allem ist die Schädigung des Waldes eine Folge komplex zuzuordnender Ursachen, die in Wechselwirkung miteinander stehen. Weitere Ursachen für dieses vernetzte Krankheitsgeschehen sind die saure Deposition von Schwefel- und Salpetersäure, Säureeintrag durch Niederschlag, Ozon und Kohlenwasserstoffimmissionen, aber auch waldbauliche Fehler (z.B. Fichtenmonokulturen). |
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