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Biozide, Pflanzenschutzmittel, synthetisch hergestellte Substanzen, die in der konventionellen Landwirtschaft gegen unerwünschte Organismen (Herbizide, Insektizide=Insektenbekämpfungsmittel, Fungizide=Pilzbekämpfungsmittel) eingesetzt werden. Eine Anwendung von Pestiziden findet auch zur Bekämpfung von Krankheitsüberträgern beim Menschen (z.B. Malaria) statt. Unterscheiden lassen sich Pestizide in anorganische (z.B. kupferhaltige) und organische Substanzen (Organochlorverbindungen, Phosphorsäureester) oder auch gemäss ihrer biochemischen Wirkung (Nervengifte, Wachstumshemmer). Besonders schwer abbaubare Herbizide(z.B. DDT) wirken als Schadstoff. Sie reichern sich in Böden und in der Nahrungskette an und gelangen über die Nahrung sowie das Trinkwasser zum Menschen. Heute versucht man vermehrt, schnell abbaubare Pestizide einzusetzen und sie nur noch bei Schädlingsbefall anzuwenden (integrierte Landwirtschaft) oder ganz darauf zu verzichten (biologische Landwirtschaft). |
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