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[von lat. radiosus=strahlend], Radiolaria, Strahlentierchen, einzellige, durchwegs marine Tiere, deren Skelett aus Kieselsäure, sehr selten auch aus Strontiumcarbonat besteht (Biomineralogie Abb.); in der Erdgeschichte etwa seit dem mittleren Kambrium nachweisbar. Die Grösse der Radiolarien liegt in der Regel zwischen 0,1 und 0,4 mm, wobei riesenwüchsige Arten mehrere Millimeter gross werden können. Radiolarien stellen einen erheblichen Teil des marinen Zooplanktons und erlangen vielfach Bedeutung als Gesteinsbildner. Die aus ihren Skeletten aufgebauten Radiolarite sind typische Gesteine der Tiefsee, die besonders im Paläozoikum weit verbreitet waren. |
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