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ein vorgefertigter Fertigpfahl, über den Kräfte in tiefere tragfähige Schichten eingeleitet werden. Rammpfähle sind Verdrängungspfähle, deren Herstellung und Bauteilbemessung in DIN 4026 bzw. in DIN E 4026 geregelt ist. Als Fertigpfähle sind sie aus Holz (heute meist nur für provisorische Bauwerke verwendet), Stahl oder Stahlbeton gefertigt. Meist werden Pfahlgründungen aus Pfahlreihen oder Pfahlgruppen hergestellt. Der Widerstand eines Einzelpfahles in axialer Richtung, mit R bezeichnet, enthält die Anteile: Pfahlfusswiderstand Rb und Pfahlmantelwiderstand Rs
(Abb.). Für die Bemessung einer Pfahlgründung (Pfahlreihe oder Pfahlgruppe) muss zunächst der Pfahlwiderstand des Einzelpfahles bekannt sein. Nach Möglichkeit soll der axiale Pfahlwiderstand durch eine Probebelastung festgelegt werden. Die Rammpfähle erreichen gegenüber Bohrpfählen (Pfähle) jeweils höhere Werte für den Spitzendruck Rb und die Mantelreibung Rs. Das Tragverhalten von Rammpfählen hängt wesentlich vom Herstellungsverfahren ab. Wandrauhigkeit, Verdichtung des verwendeten Betons, Gefügeveränderungen des Bodens und der Pfahldurchmesser spielen eine Rolle.
Rammpfahl : Tragverhalten eines Einzelpfahls (R=Widerstand, Rb=Pfahlfusswiderstand, Rs=Pfahlmantelwiderstand,
l0=Einbindetiefe in den tragfähigen Untergrund). |
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