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Abfolge von übereinanderliegenden Rumpfflächen, die durch Rumpfstufen getrennt sind und in Form einer Treppe den Rand eines Gebirges bilden (Abb.). Jede Rumpffläche kann dabei in breiten Tälern in die nächst höhere Rumpffläche hineingreifen. Die Theorien zur Entstehung von Rumpftreppen gehen auf Überlegungen von W. Penck zurück, der die Piedmontreppe als Ergebnis von flächenhafter Abtragung und Hebungsprozessen interpretierte. Heute gilt wechselfeucht warmes Klima als Voraussetzung für die Flächenbildung durch intensive chemische Verwitterungsprozesse (Verwitterung) und starke Flächenspülung. Die Treppung erfolgt durch phasenhafte Hebung des Gebirges. Die erste, um ein zentrales Bergland liegende Rumpffläche wird dadurch in ein höheres Niveau gehoben und unterliegt der erosiven Zerschneidung. Vom Gebirgsrand her entwickelt sich in der folgenden tektonischen Ruhephase, von der ersten durch eine Steilstufe getrennt, die zweite Rumpffläche, welche die erste aufzuzehren beginnt. Erfolgt eine weitere Hebungsphase, so wird auch sie gehoben und unterliegt der Zerschneidung durch die rückschreitende Erosion (fluviale Erosion) von der unter ihr neu entstehenden, dritten Rumpffläche. Jede Rumpffläche vergrössert sich so auf Kosten ihrer nächsthöheren, bis das Bergland aufgezehrt ist.
Rumpftreppe: Rumpftreppenbildung (1-9) am Beispiel des Harzes. |
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