Faulschlammkohle, aus subaquatisch in reduzierendem Milieu sedimentiertem Faulschlamm (Sapropel) gebildete, ungeschichtete, dichte, braunschwarze bis schwarze, matteKohle mit muscheligem Bruch, die keinen feinstreifigen Aufbau hat wie die Humuskohlen. Sapropelkohlen bestehen aus zersetzten bis humosen Resten (Vitrinit) oder feinkörnigem bis feinstückigem Inertinit als Grundmasse mit eingelagerten Sporen (Cannelkohle) oder Algen (Bogheadkohle) sowie Übergangsbildungen zwischen beiden Faziestypen. Sie bilden selten eigenständige Flöze, meist sind es Einschaltungen, vor allem in Hangendpartien von Humuskohlen (Ende der Torfbildung durch zunehmende Vernässung). Mit zunehmendem Mineralgehalt (vor allem Tongehalt) erfolgt der Übergang in Schwarzschiefer. Sapropelkohlen sind reich an leicht entzündbaren flüchtigen Bestandteilen und liefern hohe Extraktmengen.