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Streuungsdiagramm, scatter diagram (engl.), Darstellung der Verteilung der spektralen Grauwerte der Bildelemente (pixel) eines digitalen Bildes oder von Ausschnitten desselben in einem n-dimensionalen Diagramm (n ≥ 1), der Anschaulichkeit halber in der Regel in einem zweidimensionalen spektralen Merkmalsraum. Jede Achse entspricht einem Spektralkanal,
d.h. das Scattergramm eines Landsat-MSS-Datensatzes würde einen vierdimensionalen spektralen Merkmalsraum aufspannen. Die Koordinaten der Bildpunkte entsprechen den jeweiligen Grauwerten in den ausgewählten Spektralbereichen. Die Lage der Bildpunkte kann auch durch n-dimensionale Grauwertvektoren vom Koordinatenursprung zum entsprechenden Bildpunkt angegeben werden.
Scattergramme zeigen die Systematik der Grauwertverteilung von ausgewählten Objektklassen, z.B. Trainingsgebiete für die multispektrale Klassifizierung, in spezifischen Punktwolken (Kluster), deren Ausdehnung und Lage zueinander durch statistische Masse wie Schwerpunkt, Streuung, Varianz und Kovarianz ausgedrückt werden. Diese Masse sind Grundlagen der Verfahren der multispektralen Klassifizierung. Scattergramme können daher zur Abschätzung der Signifikanz ausgewählter Trainingsgebiete für eine folgende automatische Klassifizierung genutzt werden und zeigen des weiteren, ob Korrelation zwischen den Bildelementen in unterschiedlichen Spektralbändern besteht. Je stärker z.B. die Korrelation im zweidimensionalen spektralen Merkmalsraum ist, desto enger scharen sich die Bildpunkte entlang einer Geraden durch den Koordinatenursprung. |
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