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ein geometrisches Verfahren, das von dem niederländischen Chemiker H.A. Schreinemakers zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde, um die Topologie von Phasendiagrammen aus der Anzahl und Zusammensetzung der beteiligten Phasen im System abzuleiten. Die aus der chemischen Thermodynamik hergeleitete Methode ermöglicht es, die geometrische Anordnung von univarianten Reaktionskurven um invariante Punkte in beliebigen Mehrkomponentensystemen vorherzusagen. Ein Beispiel für ein einfaches Zwei-Komponenten-System zeigt die Abbildung. Die exakte Lage im Druck-Temperatur-Diagramm lässt sich jedoch nur unter Zuhilfenahme von thermodynamischen Daten (wie z.B. Entropie, Enthalpie oder Volumen) für die beteiligten Phasen bestimmen.
Schreinemakers-Methode: Anordnung der univarianten Reaktionskurven in einem allgemeinen Zweistoffsystem. |
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