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Bohrung, deren Vortriebsrichtung weder lotrecht noch horizontal ist. Dieser Bohrungstyp kommt bei der Erkundung des Trennflächengefüges im Gesteinsverband, beim Setzen von Felsankern und beim Einbringen von Injektionen zum Einsatz. Beim Bohren von Sprenglöchern, z.B. beim Tunnelvortrieb, werden ebenfalls Schrägbohrungen angesetzt. Mit gezielt in verschiedene Richtungen angesetzten Schrägbohrungen von 45-60º Neigungswinkel lassen sich Aussagen über die Häufigkeit von Klüften und deren Stellung im Raum treffen. Dazu müssen orientierte Bohrkerne entnommen werden, d.h. deren ehemalige Raumstellung im Gesteinsverband muss bekannt sein. Problematisch ist die detaillierte geologische Aufnahme von Schrägbohrungen. Mit den üblichen Schichtenverzeichnissen können sie nur unzureichend erfasst werden. |
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