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Seif, [arab.=Säbel], freie Düne; Grundform vieler Längsdünen, deren Kamm mit etwa 20º geneigten Flanken, meistens mit leichter Biegung, in Hauptwindrichtung verläuft. Sie entstehen durch saisonal wechselnde Winde, die einen Winkel bilden (Abb.). Die Düne ist nur im Kammbereich aktiv, der je nach vorherrschender Windrichtung zu Luv- und Leehängen umgeformt wird. Im Querschnitt haben Sif daher eine flankenparallele, gegeneinander einfallende Schichtung. Im Gegensatz zu Barchanen sind Sif stationär, können sich aber verlängern. Schräg auftreffende Winde (35-50º) können auf der Leeseite wirbelartig umgelenkt werden und dort dünenparallelen Transport zur Folge haben (Saltation). Die Biegung am Ende der Düne zeigt die jeweils dominierende Windrichtung an.
Sif: Modell der Strömungsdynamik an Längsdünen unter bimodalem Windregime. |
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