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deutsches Pilot-Projekt zur Ökosystemforschung im Rahmen des IBP (Internationales Biologisches Programm), massgeblich initiiert durch den Geobotaniker Ellenberg. Der Solling liegt als lössbedecktes Sandsteinplateau im Bergland nordwestlich von Göttingen in der kollinen Höhenstufe. Das Kernprogramm wurde von 1966-1973 durchgeführt, mit der Fortsetzung wichtiger Messreihen bis 1986. Die untersuchten Standorttypen umfassten naturnahen Buchenwald, Fichtenforst sowie lokaltypische Mähwiesen und Ackerflächen. Bekannt wurden insbesondere die im Solling-Projekt gewonnen Erkenntnisse über Waldschäden, die in der Folge einen grossen politischen Handlungszwang auf die Verantwortlichen im Immissionsschutz ausübten, der 1983 in der Verabschiedung der „Verordnung über Grossfeuerungsanlagen” resultierte. Obwohl es abschliessend nicht gelang, die Vielzahl der Einzelergebnisse zum einer Gesamtsynthese zusammenzufassen, konnten wichtige Erkenntnisse zur komplexen Ökosystemmodellierung gewonnen werden. Literatur: Ellenberg, H., Mayer, R. & Schauermann, J. (Hrsg.): Ökosystemforschung. Ergebnisse des Sollingprojektes 1966-1986. - Stuttgart. |
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