| |
Begriff der klassischen Synoptik, welcher von der Ansicht ausgeht, dass die tatsächliche und die zu prognostizierende Bewegung der Hochdruckgebiete und Tiefdruckgebiete (Zyklonenbewegung) am Boden sowie der Gebiete der Luftdruckänderung generell durch die Höhenströmung bewirkt werden. Eine praktische Regel hierzu besagt, dass sich 24stündige Druckänderungsgebiete bevorzugt in Richtung der Strömung in 500 hPa (Druckfläche) verlagern, und zwar mit 50-60% der dort herrschenden Geschwindigkeit. In anderen Fällen werden kleinräumige Wirbel der Höhenströmung (Kaltlufttropfen) durch das gleichförmige Bodenwindfeld gesteuert. Die Anwendung dieser Regeln der Steuerung (z.B. bei der Konstruktion von Vorhersagekarten) findet ihre Grenzen bei rascher Änderung der Grosswetterlage und damit der zugehörigen Höhenströmung. Heute geht man davon aus, dass die zu steuernden Druckgebilde als bodennahe Aspekte der synoptischen Wettersysteme zu durchgängigen Strukturen der Troposphäre gehören. Diese bewegen sich im Rahmen der Geschwindigkeit divergenter Wellen als Ganzes in Richtung des Translationsanteils des troposphärischen Gesamtimpulses, der am ehesten durch die 500-hPa-Strömung repräsentiert wird. Auch die synoptisch-skaligen Luftdruckänderungen am Boden sind durchweg Referenzstrukturen zu den wellenförmig angeordneten Divergenzzentren der Höhenströmung und verlagern bzw. entwickeln sich mit diesen. |
|