|
| |
|
| |
Trophiegrad |
|
| |
|
|
| |
in der Ökologie die allgemeine Umschreibung der Menge an verfügbaren Nährelemente in einem Ökosystem, welche die Intensität der pflanzlichen Primärproduktion regelt. Am häufigsten werden Trophiegrade zur Klassifikation von Gewässern (See) verwendet. Der Trophiegrad wird dabei von den Gehalten an Nährstoffen (vor allem Stickstoff- und Phosphorverbindungen) und Huminsäuren im Wasser bestimmt und zeigt sich in der Ausbildung einer charakteristischer Algenflora (Eutrophierung). Es werden unterschieden: nährstoffarm, schwach produktiv (oligotroph), ausgeglichene, mittlere Produktivität durch begrenztes Nährstoffangebot (mesotroph), nährstoffreich und hohe Produktivität (eutroph) sowie übermässiges Angebot an Nährstoffen begleitet durch extreme Produktivität (hypertroph). Als nachteilige Folgen eines hohen Trophiegrades können Algenblüten, Verkrautung, Pilztreiben, Sauerstoffmangel, Faulschlammbildung (Sapropel), Verödung und Fischsterben auftreten. Elektrolytarme Seen mit hohen Gehalten an Huminsäuren haben eine eigene, typische Biozönose; sie werden als dystroph bezeichnet und stellen einen besonderen Typ oligotropher Gewässer dar. Der Trophiegrad ist nicht identisch mit der trophischen Ebene. Trophiesystem. |
|
| |
|
|
| |
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
|
|
| |
|
|
| |
<< vorheriger Begriff |
|
nächster Begriff >> |
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|