| |
Eddy-Flux-Methode, Verfahren zur Ermittlung der Verdunstung durch Messung von kurzzeitigen Fluktuationen, d.h. der momentanen Abweichungen, der vertikalen Windgeschwindigkeit und des Wasserdampfgehaltes der Atmosphäre. Der sich aus dem turbulenten Austausch des von der Oberfläche verdunstenden Wassers in die bodennahe Luftschicht ergebende vertikale Wasserdampfstrom E lässt sich aus dem zeitlichen Mittel des Produktes der Fluktuationen berechnen:
wobei ρ die Dichte der Luft, w die Vertikalkomponente der Windgeschwindigkeit und q die spezifische Luftfeuchte darstellen. w‘ und q‘ sind die Abweichungen der Grössen w und q von ihrem zeitlichen Mittelwert 
und 
. Die Mittelbildung erfolgt etwa über 30 min. Dieses Verfahren stellt hohe Anforderungen an die Instrumentierung und Messwertverarbeitung. Stationäre Bedingungen und horizontale, homogene Oberflächen ausreichender räumlicher Ausdehnung werden vorausgesetzt. Da Schwankungen bis zu 10 Hz erfasst werden müssen, eignen sich als Messinstrumente nur solche mit besonders geringer Trägheit und hoher Genauigkeit, wie z.B. das Ultraschallanemometer für die Messung der Windgeschwindigkeit und Lymanalpha- oder Infrarot-Hygrometer für die Luftfeuchte (Feuchtemessung). Die Berechnung der Verdunstung erfolgt durch Mikroprozessoren. Wegen der hohen Genauigkeitsanforderungen eignet sich das Verfahren noch nicht für den Routinebetrieb. Es wird zur Unterhaltung des Verdunstungsprozesses und zur Parametrisierung einfacherer Verdunstungsverfahren eingesetzt. |
|