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unechtes Grundwasser, Wasser, das von einem durchlässigen Gewässerbett oder dem Ufer eines Fliessgewässers, natürlichen oder künstlichen Sees bei steigenden Wasserständen aufgenommen wird (Uferfiltration, Influenz), im ufernahen Bereich in das Grundwasser übertritt und ganz oder teilweise bei sinkenden Wasserständen zurückfliesst (Uferexfiltration). Uferspeicherung ist besonders beim Durchlauf einer Hochwasserwelle von Bedeutung, da ein erhebliches Wasservolumen beim Anstieg in den ufernahen Bodenbereich eindringt und dort bis zu mehreren Wochen gespeichert werden kann (Abb.). Dies bedeutet bei auflaufendem Hochwasser eine Minderung der Wasserstände (Hochwasserdämpfung). Beim Hochwasserabfall tritt das zurückgehaltene Wasser zurück und erhöht dadurch die Wasserstände. Das unechte Grundwasser ist eine von vier Abflusskomponenten bei der Beschreibung der Trockenwetterauslauflinie.
Uferspeicherung: Prinzip der Uferspeicherung beim Durchlauf einer Hochwasserwelle. |
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