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[von griech. zeo=ich koche; líthos=Stein, weil Zeolithe vor dem Lötrohr „sprudeln”], Sammelbezeichnung für eine Gruppe von wasserhaltigen Tektosilicaten mit grösseren Hohlräumen in ihrem (Si,Al)O4-Tetraeder-Gerüst, in denen H2O-Moleküle nur locker gebunden sind. Dadurch können sie ihr Kristallwasser leicht abgeben und die Kationen reversibel austauschen, ohne dass das Alumosilicat-Gerüst zerstört wird. Makroskopisch lassen sich unterscheiden: Faserzeolithe(wieNatrolith, Mesolith, Thomsonit, Skolezit, Laumontit, Gonnardit, Edingtonit, Ashcroftin, Mordenit, Erionit, Gismondin, Ferrierit), Blätterzeolithe (wie Stilbit, Heulandit, Brewsterit, Laubanit), Würfelzeolithe (wie Chabasit, Phillipsit, Harmotom, Faujasit, Gmelinit, D‘Achiardit). Neben kristallstrukturellen Gesichtspunkten ergeben sich weitere, z.T. verschiedenartige Gruppeneinteilungen. Ähnlich wie bei der Amphibolgruppe hat die International Mineralogical Association (I.M.A.) für die Zeolithe eine neue Nomenklatur vorgeschlagen. Hierbei werden wegen der enormen chemischen Variabilität modifizierte Namen und chemische Formeln definiert. Zeolithe kommen hydrothermal auf Mandelräumen und Spalten vulkanischer Gesteine, sedimentär in Sandstein, Arkosen und Grauwacken und metamorph auf Klüften und Hohlräumen von Gneisen und kristallinen Schiefern vor. Sie sind weltweit zu finden. |
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