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Humifizierungsgrad, Humositätsgrad, Zustand der Zersetzung. In der Feldansprache von Torfen wird dieser Zustand mit der Quetschmethode ermittelt. Dabei wird der grubenfrische Torf mit einer Hand ausgepresst und die Beschaffenheit des Wassers bzw. die des durch die Finger entweichenden Torfes und des in der Faust verbleibenden Restes nach einer 10stufigen Skala beurteilt. Dabei bedeutet H1 nicht humifiziert, es lässt sich nur farbloses, klares Wasser auspressen. Ist der Torf so stark zersetzt, dass die gesamte Substanz beim Quetschen durch die Finger entweicht, wird er als H10 eingestuft. Eine andere Methode der Torfbeurteilung liegt dem US- und FAO-System zugrunde. Hier wird der Anteil an Fasern im Torf bewertet. Der Faseranteil wird im Feld durch Reiben zwischen den Fingern und im Labor durch Absieben nach einer Natriumpyrophosphatbehandlung ermittelt. Danach wird in faseriges (fibric), halbfaseriges (hemic) und amorphes (sapric) organisches Material unterschieden. |
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