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1) Allgemein: Begriff aus der Thermodynamik. Ein adiabatisches System ist gegenüber der Umgebung thermisch isoliert. Es erfolgt eine Änderung des thermodynamischen Zustandes (Druck, Temperatur, Dichte), also eine adiabatische Zustandsänderung ohne Energieaustausch mit der Umgebung des betrachteten Systems. 2) Klimatologie: In der Atmosphäre tritt z.B. adiabatische Erwärmung beim Auf- und Absteigen von Luftpaketen auf. Aufsteigen führt zur Abkühlung, Absinken zur Erwärmung. Beim adiabatischen Temperaturgradienten handelt es sich um eine konstante Grösse, der die Temperaturveränderung von 0,98 K pro 100 m Vertikaldistanz beschreibt.Trockenadiabate, Feuchtadiabate. 3) Petrologie: Ein adiabatisch aufsteigender Körper,
z.B. im Erdmantel unter dem Mittelozeanischen Rücken, wird sich auf dem Weg nach oben abkühlen. Da diese adiabatische Abkühlung für einen Peridotit um rund eine Grössenordnung geringer ist als die Temperaturabnahme der Soliduskurve mit fallendem Druck, kommt es in dem Körper dennoch zur Teilaufschmelzung (Dekompressionsschmelze). 4) Ozeanographie: Auswirkung der Druckveränderung auf die Temperatur und die Dichte des Meerwassers bei der Tiefenverlagerung eines Wasserteilchens unter der Voraussetzung, dass keine Wärme mit der Umgebung ausgetauscht wird. Ein absinkendes Teilchen erwärmt sich durch Kompression, ein aufsteigendes kühlt sich durch Ausdehnung ab. |
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