| |
ETS, geomagnetic deep sounding (GDS), ein elektromagnetisches Verfahren, das wie die Magnetotellurik natürliche zeitliche Variationen des Erdmagnetfeldes zur Erkundung der Leitfähigkeitsstruktur des Erdinnern ausnutzt. Dazu wird das Verhältnis der Vertikalkomponente Hz zu den Horizontalkomponenten Hx und Hy des erdmagnetischen Variationsfeldes gebildet; die komplexwertige Übertragungsfunktion T im Frequenzbereich mit den Komponenten (Tx,Ty) heisst Tipper:
Hz(ω)= Tx(ω)Hx(ω)+Tx(ω)Hy(ω).
Für eine zweidimensionale Leitfähigkeitsverteilung spiegelt T die E-Polarisation oder TE-Mode wider, in der B-Polarisation oder TM-Mode (Magnetotellurik) existiert kein vertikales magnetisches Feld (Maxwellsche Gleichungen). Die erdmagnetische Tiefensondierung erfordert gegenüber der Magnetotellurik nur die Messung einer zusätzlichen magnetischen Vertikalkomponente, daher werden beide meist zusammen angewendet. Ein Mittel der Veranschaulichung der so abgebildeten lateralen Leitfähigkeitskontraste sind die Induktionspfeile, die für Real- und Imaginärteile von T getrennt berechnet werden:
Man trägt meistens nur die Realpfeile P als Funktion der Frequenz in einer Stationskarte entlang eines Profils oder Arrays auf; sie zeigen dann von einem guten Leiter weg. Aus Gründen der Anschaulichkeit werden sie auch häufig invertiert dargestellt. Die Imaginärpfeile Q haben eine kompliziertere Frequenzabhängigkeit, d.h. sie ändern in einem von den Leitfähigkeitsverhältnissen abhängigen Frequenzbereich ihr Vorzeichen und sind daher weniger intuitiv interpretierbar. HBr |
|