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Feld von Festpunkten, die durch geodätische Messungen netzartig miteinander verknüpft sind. Geodätische Messungen können beispielsweise Strecken, Winkel, Richtungen, Höhenunterschiede, Schwereunterschiede oder Koordinatenunterschiede sein. Netze sind meist hierarchisch in Ordnungen gegliedert, wobei i.d.R. Netze niedrigerer Ordnung mit Zwangsanschluss in Netze höherer Ordnung eingeschaltet werden. Der Anlage geodätischer Netze liegt das Prinzip des Arbeitens vom "Grossen ins Kleine" zugrunde, wobei die Netze der höchsten Genauigkeitstufe die Netze 1. Ordnung sind und die Netze der geringsten Genauigkeitsstufe die Netze 4. Ordnung. Mit zunehmender Anwendung absoluter Messverfahren und mit den Fortschritten auf dem Gebiet der geodätischen Messtechnik hat die Anlage hierarchischer Netzstrukturen an Bedeutung verloren, wenngleich sie in den amtlichen Grundlagennetzen auch in der Zukunft noch weiterbestehen wird. Man unterscheidet insbesondere Lagenetze, Höhennetze und Schwerenetze. |
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