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Standrohrspiegelhöhe.
hydraulische Leitfähigkeit, hydraulische Durchlässigkeit, ist das auf den Einheitsquerschnitt bezogene Wasservolumen, das pro Zeiteinheit und bei einem hydraulischen Gradienten von 1 cm/cm geleitet wird. Die Dimension der hydraulischen Leitfähigkeit ist Länge pro Zeit. Die hydraulische Leitfähigkeit ist Bestandteil der Darcy-Gleichung (Darcy-Gesetz), hängt von der Wassersättigung des Porenraumes, dem Fliessquerschnitt, der Tortuosität und Konnektivität der wassergefüllten Poren ab und wird damit wesentlich vom Zustand des Bodengefüges beeinflusst. Die gesättigte hydraulische Leitfähigkeit (Ks, kf-Wert) unterscheidet sich von der ungesättigten (Ku). Die ungesättigte hydraulische Leitfähigkeit verläuft als Funktion des Wassergehaltes und des Matrixpotentials nicht linear. Der Verlauf dieser Funktion ist parametrisierbar. Die hydraulische Leitfähigkeitsfunktion unterliegt der Hysteresis und kann im Feld und im Labor mit stationären und instationären Methoden bestimmt werden. Sie ist eine ausserordentlich wichtige Eingabefunktion für Wasserhaushaltsmodelle.
In der Ingenieurgeologie wird bei der hydraulischen Durchlässigkeit zwischen der Porendurchlässigkeit und der Trennfugendurchlässigkeit unterschieden. Beide zusammen bilden die i.d.R. anisotrope Gebirgsdurchlässigkeit. |
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