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kartographische Darstellungen, kartographische Ausdrucksformen, die Gesamtheit der modellhaften Informationsdarstellungen von Sachverhalten und Erscheinungen des Georaums, die georäumliche Informationen mit Hilfe eines Systems geometrisch gebundener graphischer Zeichen, denen entsprechende Bedeutungen zugeordnet sind (kartographisches Zeichensystem), wiedergeben. Je nachdem, welche Klassifizierungsmerkmale benutzt werden, lassen sich die einzelnen kartographischen Darstellungsformen definieren und unterscheiden. Die bedeutendste Darstellungsform ist die Karte in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und Gruppierungen. Zu den (statistischen) Karten wird heute meist auch das Kartogramm gezählt, das unter bestimmten Aspekten als eigenständige Darstellungsform gelten kann. Die Kartenskizze, das Chorem und das Kartenschema (Topogramm), bedingt auch die Informationsgraphik, sind weitere, in unterschiedlicher Weise schematisierte, nur noch raumtreue Darstellungsformen. Die Kartographik und die Bildkarte einschliesslich Luftbildkarte und Satellitenbildkarte als stark bildhafte Darstellungen haben schliesslich als Gattungen einen eigenständigen Charakter. Bei Kartenanamorphoten sind die Flächen bzw. Flächeneinheiten nicht grundrisslich, sondern durch einen Wertmassstab bestimmt. Damit ist der Übergang zu einer umfangreicheren, in sich weiter zu untergliedernden Gattung von Darstellungsformen, den kartenverwandten Darstellungen gegeben. Diese erfahren gegenwärtig durch die Möglichkeiten moderner Computerprogramme vor allem im 3D-Bereich (3D-Visualisierung) und auch als kartographische Animationen einen sichtlichen Bedeutungszuwachs. Definition und inhaltliches Verständnis der verschiedenen kartographischen Darstellungsformen sind in der kartographischen Fachwelt durchaus unterschiedlich. Auch gewinnt der Begriff der kartographischen Medien mehr und mehr an Verbreitung, insbesondere in Verbindung mit digitalen Darstellungen und mittels Bildschirm präsentierten Darstellungen (Bildschirmkarte, Internetkarte). |
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