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KSA, als zentrale Methodik geoökologischer und landschaftsökologischer Feldforschung eine der Komponenten des geoökologischen Arbeitsganges (GAG). Die KSA ist die Komplexanalyse an einem ausgewählten Standort, der im Rahmen der landschaftsökologischen Vorerkundung als repräsentativ für die umgebende Raumeinheit erkannt wurde. Ziel der KSA ist die Erfassung der geoökologischen Prozessgrössen in deren vertikalem Funktionszusammenhang (Abb.), was auf speziell dafür eingerichteten Messfeldern erfolgt (Tessera Abb.). Gemessen werden Stoffeinträge und -austräge sowie die grundlegenden Umgebungsbedingungen (z.B. Bodenchemismus) und die klimatologischen und hydrologischen Prozesse (Strahlung, Wind, Niederschlag, Verdunstung etc.), welche diese Stoffflüsse energetisch und substantiell verursachen und antreiben. Die einzelnen Messreihen werden im Hinblick auf wechselseitige Beziehungen und Abhängigkeiten analysiert ("korreliert"), um dieses Wirkungsgefüge als Prozess-Korrelations-Systemmodell abbilden zu können. Mittels dieser Modellierung sollen die Ergebnisse auf die repräsentierte räumliche Einheit (Ökotop) übertragen werden. Zur Durchführung der in der KSA vorgesehenen Messungen kommt eine den Standortverhältnissen angepasste, vielfältige Kombination von Arbeitstechniken zur Anwendung. Ein ganz entscheidendes methodisches Problem besteht darin, die gewonnenen punkthaften Daten auf die Fläche zu übertragen und den räumlichen Bereich abzugrenzen, für welchen diese Daten Gültigkeit besitzen. Somit kommt der Auswahl des repräsentativen Standortes eine entscheidende Bedeutung zu. Als Grundlage für die Standortauswahl der Tesserae dienen i.d.R. Vegetations- und Bodenkarten oder daraus abgeleitete Karten der landschaftsökologischen Hauptmerkmale. Sind diese nicht vorhanden, wird zunächst eine Bodenkartierung durchgeführt, um anschliessend die geeigneten Standorte für die KSA auszuwählen.
komplexe Standortanalyse: komplexe Standortanalyse, landschaftsökologische Komplexanalyse und Differentialanalyse bei der landschaftsökologischen Feldarbeit. |
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