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ökologische Hauptmerkmale, ÖHM, vom deutschen Landschaftsökologen E. Neef definierte Grundkriterien zur integralen Charakterisierung des Landschaftshaushaltes. Die Erfassung der ÖHM ist daher Grundbestandteil jeder landschaftsökologischen Erkundung. Als ÖHM erkannt wurden Vegetation, Bodenform und Bodenwasserhaushalt. Sie repräsentieren Gefüge und Haushalt von natürlichen und anthropogen beeinflussten Landschaftsökosystemen und ergänzen sich in ihrer Indikatorfunktion durch die zeitlich unterschiedliche Reaktion. Abgesehen von Extremereignissen reagiert der Boden auf Veränderungen des Ökosystems sehr langsam. Die Bodenform stellt somit den langfristigen Gesamtausdruck des Zusammenwirkens aller Ökofaktoren an einem Standort dar. In der Bodenform und der Vegetation spiegelt sich die Landschaftsentwicklung wider, wobei die Reaktion der Vegetation rascher und standörtlich differenzierter ist. Sie reagiert auch spontaner auf anthropogene Einflüsse. Im Gegensatz zum Boden liefert die Vegetation aber keine quantitativen Aussagen zum Stoffhaushalt des Geoökosystems. Das unmittelbarste Kriterium der Veränderungen anderer Ökofaktoren liefert der Wasserhaushalt der Landschaft, für welchen der zeitliche Verlauf der Bodenfeuchte (das Bodenfeuchteregime) den geeignetsten Indikator darstellt. Zudem steht der Bodenfeuchtehaushalt mit dem Stoffhaushalt in enger Beziehung, und seine Erfassung ist somit meistens Grundlage stoffhaushaltlicher Untersuchungen. Von anderer Seite später vorgeschlagene Parameter, beispielsweise die Humusform, konnten sich als landschaftsökologische Hauptmerkmale nicht durchsetzen. |
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