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paragenetische Sequenz, Mineralsukzession, zeitliche Abfolge der Ausscheidung (meist Kristallisation, untergeordnet auch gelförmig in amorphen Phasen) von Mineralen aus einer Schmelze, Gasphase oder hydrothermalen Lösung, bedingt durch fortschreitende Abkühlung und durch frühere Ausscheidungen erfolgte Änderungen in der Zusammensetzung der Schmelze, wobei die Abfolge nicht immer vollständig sein muss. Vergleichbare paragenetische Abfolgen in regionalem bis globalem Massstab weisen auf grundsätzliche Gesetzmässigkeiten hin, besonders gut erkennbar bei Ganglagerstätten. In der Lagerstättenkunde ist die paragenetische Abfolge Grundlage der Gliederung von Lagerstätten der magmatischen Abfolge (Gesteinsassoziation). Hydrothermale Ganglagerstätten können anhand ihrer paragenetischen Abfolge in verschiedene Typen (»Formationen«) unterteilt werden (z.B. U-Bi-Co-Ni-Ag-Formation). Die früher hierfür erfolgte Einteilung nach verschiedenen Temperaturbereichen in kata-, meso-, epiund telethermal führte zu der nur noch in geringem Masse gültigen Vorstellung, die hydrothermalen Lösungen auf eine magmatische Herkunft zu beziehen. |
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