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in semihumiden bis ariden Geoökosystemen auftretende Degradierung der Pflanzendecke bis hin zur Entstehung von Wüstenbereichen (Wüste) als Folge einer zu hohen Anzahl Weidetiere (Überstockung) und einer zu langen Beweidungsdauer. Meist handelt es sich dabei um Nutzvieh, in seltenen Fällen auch um Populationen von Wildtieren. Die Futterverknappung als Folge der Überweidung führt zu einem Verbiss der nachwachsenden Pflanzen. Nur die Arten mit flachem Wuchs oder anderen Abwehrmechanismen (Behaarung, Gift) bleiben vor dem Biss der Tiere verschont, so dass sich die Bestandeszusammensetzung verändert. Durch die selektive Überweidung bevorzugter Futterpflanzen breiten sich weidewirtschaftlich wertlose Pflanzen mit geringem Futterwert aus. Um Wasserstellen kann es infolge der Auslese von Nahrungspflanzen durch die Weidetiere zu konzentrischer Vegetationszonierung kommen, mit vollständiger Vegetationszerstörung im Kernbereich. Im Extrem führen die Narbenschäden zu einer nackten Bodenoberfläche mit einer erhöhten Erosionsgefahr (Bodenerosion) und Desertifikation (Abb.).
Überweidung: Überweidung und ihre Konsequenzen als Regelkreis. |
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