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zählen zu den thematischen Karten und haben die Gesamtheit der Einwohner einer administrativen bzw. staatlichen Einheit (Stadt, Gemeinde, Kreis, Land, Staat) oder einer physisch-geographischen Einheit (Insel, Erdteil, Erde) zum Gegenstand. Bevölkerungskarten erfüllen die verschiedenartigsten Funktionen, vom Einsatz im Geographieunterricht bis hin zur Planung. Wichtigstes Quellenmaterial bilden in Deutschland die Bevölkerungsstatistiken des Bundesamt für Statistik und der Statistischen Landesämter. Folgend werden die wichtigsten Typen der Bevölkerungskarten dargestellt: a) Bevölkerungsdichtekarten stellen die auf eine Flächeneinheit (meistens km2 oder ha) bezogene Gesamtanzahl der in diesem bestimmten Gebiet lebenden Menschen als arithmetische Dichte in Form der Choropletenkarte bzw. nach der Methode des Flächenkartogramms dar. b) Bevölkerungsstrukturkarten bedienen sich vielfach der Diagrammsignaturen, da diese eine relativ leicht ablesbare Darstellung z.B. von Anteilen bestimmter Bevölkerungsgruppen ermöglichen. c) Bevölkerungsverteilungskarten stellen überwiegend wertproportionale Mengensignaturen in Form zwei- oder dreidimensionaler geometrischer Figuren unter Beachtung des Massstabs in eine Basiskarte lagetreu eingetragen dar. d) Pendlerkarten stellen die täglichen oder auch wöchentlichen Ströme von Erwerbstätigen von der Wohngemeinde zur Arbeitsgemeinde in Pfeildiagrammen oder Anzahl und Struktur von Pendlern an Wohn- oder Arbeitsgemeinde mittels Diagrammen dar. Werden beide Darstellungsformen kombiniert, ist eine tiefergehende Struktur-Analyse der Pendlerkarten nach territorialen und sozialen Merkmalen möglich. e) Wanderungskarten stellen den absoluten Wanderungsgewinn und Wanderungsverlust als Diakartogramm sowie relative Wanderungssalden (z.B. Anzahl der Zuwanderer je km2) einer bestimmten administrativen Einheit als Choropletenkarte bzw. nach der Methode des Flächenkartogramms dar. |
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