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Abweichung vom idealen, dreidimensionalen, periodischen Gitteraufbau in realen Kristallen. Diese Fehlordnungen können zum einen nicht substanziell sein und betreffen innere Spannungen, Phononen oder Elektronenstörstellen. Zum anderen können sie aber auch substanziell sein und betreffen dann Mischkristallstrukturen, Stöchiometrie, Punktdefekte, Fremdatome, Zentren, Verteilungsinhomogenitäten, Cluster, Agglomerate, Fremdphasen, Liniendefekte, Versetzungen, Flächendefekte, Korngrenzen, Domänenwände und Stapelfehler. Die dreidimensionale Periodizität wird eingeschränkt von Kristalloberflächen, Mikrokristallen und Subkristallen sowie von Parakristallen (Kristalle aus grossen Molekülen mit schlechter Gitterordnung), Metakristallen (besitzen eine gewisse Variation in der Bauordnung, z.B. polytype Strukturen), Mesophasen (Flüssigkristalle) und Quasikristallen (Kristalle mit Symmetrieelementen, die normalerweise keine lückenlose Füllung des Raumes erlauben, z.B. fünfzählige Symmetrien). |
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