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Spannungen innerhalb eines Kristalls, aber auch eines gesamten Werkstücks. Die Ursachen für innere Spannungen können sehr unterschiedlich sein. Auf atomarer Ebene tragen z.B. Fremdatome, die in ihrer Grösse dem Wirtsgitter nicht angepasst sind, oder Atome auf Zwischengitterplätzen (Zwischengitteratom) zu inneren Spannungen bei. Im allgemeinen nimmt man dabei an, dass derartige Hindernisse von Versetzungen nicht durch thermische Aktivierung überwunden werden können. Auf einer etwas grösseren Längenskala sind viele Ausscheidungen von inneren Spannungen umgeben. Versetzungen selbst tragen wesentlich zu den inneren Spannungen bei und damit natürlich auch die aus Versetzungen aufgebauten Kleinwinkelkorngrenzen. Beim Wachsen eines Kristalls kann es durch das Ausbilden von Konzentrationsgradienten oder durch unterschiedliche Abkühlungsraten zu inneren Spannungen kommen. Ebenso ergeben sich innere Spannungen beim epitaktischen (Epitaxie) Aufwachsen einer pseudomorphen Schicht mit leicht unterschiedlichen Gitterparametern im Vergleich zum Substrat. |
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