Gefügeverbesserung, Unterbodenmelioration, Massnahme zur Änderung des Gefüges im Unterboden mit dem Ziel der Erhöhung der Ertragsfähigkeit (Ertrag) des Bodens in der Landwirtschaft. Gefügemelioration soll den Wasser-, Luft- und Wärmehaushaltes, zum Teil auch den Nährstoffhaushalt des Bodens im Wurzelbereich der Kulturpflanzen verbessern. Verfahren der Gefügemelioration sind unter anderem Tieflockerung (Tiefenlockerung, Unterbodenlockerung) oder Tiefpflügen. Die beabsichtigte nachhaltige positive Wirkung einer Gefügemelioration tritt in Gebieten mit gemässigtem Klima oft nicht bzw. nicht mehr ein. Es können negative Neben- oder Folgewirkungen vorkommen, z.B. Umweltbelastungen durch unkontrollierte Mineralisierungsschübe und Stoffausträge. Gefügemelioration ist daher z.B. in Mitteleuropa oder Nordamerika kaum noch gebräuchlich.