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Messaufbau zur Zusammenführung zweier kohärenter Wellenerscheinungen nach Durchlaufen verschieden langer Wege. Je nach relativer Phasenlage führt die Überlagerung der Signale zu einer Verstärkung oder Abschwächung des Ausgangssignals. Versetzt man die Signalquellen in relative Bewegungen zum Interferometer oder das Interferometer relativ zu den Signalquellen, durchläuft das Ausgangssignal Maxima und Minima, so dass sich die Interferometerphase bestimmen lässt. Bei der Radiointerferometrie mit Radioteleskopen macht man sich die Tatsache zunutze, dass die Rotation der Erde die relative Bewegung der Empfangseinrichtungen erzeugt. Interferometer werden in der Radiointerferometrie genutzt, um die Empfindlichkeit astronomischer Beobachtungen zu steigern. Dabei werden die mit den Radioteleskopen empfangenen Signale entweder mit direkter Kabelverbindung oder, wo die Entfernungen zu gross sind, nach Zwischenspeicherung auf Magnetbändern zusammengeführt. In der Geodäsie werden Radio-Interferometer eingesetzt, um grosse Entfernungen und geophysikalische Vorgänge zu messen. Mit Labor-Interferometrie werden kurze Strecken mit extremer Genauigkeit gemessen. |
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