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in Anlehnung an die Zyklentheorie von Davis entstandene Vorstellungen über die Entwicklung des Karstes in mehreren Stadien. Im Jugendstadium entwickelt sich eine von Kleinformen der Korrosion geprägte Landschaft mit Karren und Dolinen. Mit zunehmender Dolinenzahl und ihrem Grössenwachstum wird ein Reifestadium erreicht, das durch scharfe Grate zwischen den einzelnen Hohlformen (cockpits) und isolierte Vollformen (Karstkegel) gekennzeichnet ist. Im Altersstadium werden dann die Grate abgerundet und die Hohlformen mit Schutt gefüllt, bis im Endstadium eine mit Schutt bedeckte Landschaft vorliegt, aus der nur noch einzelne Restberge aufragen. Jüngere Untersuchungen ergaben, dass diese genetische Abfolge an keinem Ort nachzuweisen ist. Vielmehr sind die in eine Abfolge gestellten Karsttypen jeweils Ausprägungen des Karstes, die sich aufgrund spezieller regionaler Bedingungen entwickelt haben. Insbesondere zeigte sich, dass eine Entwicklung von der Dolinenlandschaft zum tropischen Kegelkarst nicht gegeben ist. |
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