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Zustandsform, Verformbarkeit,allgemein die Bezeichnung für die Beschaffenheit von bindigen Materialien hinsichtlich des Zusammenhalts ihrer Teilchen in Abhängigkeit vom Wassergehalt. Bindige Erdstoffe ändern mit dem Wassergehalt ihre Zustandsform, indem sie bei hohen Wassergehalten flüssig und bei zunehmendem Wassergehalt vom festen über den plastischen in den flüssigen Zustand übergehen. Man unterscheidet flüssige, breiige, weiche, steife, halbfeste und feste Konsistenz. Der Zusammenhang zwischen Konsistenzgrenzen bzw. Konsistenzformen und Wassergehalt wird durch den Atterbergschen Konsistenzbalken charakterisiert und beschreibt den Übergang von der festen zur halbfesten (Schrumpfgrenze wS), von der halbfesten zur steifen (Ausrollgrenze wP) und von der breiigen zur flüssigen Konsistenz (Fliessgrenze wL). Konsistenzformen und Konsistenzgrenzen können visuell-taktil abgeschätzt und/oder durch berechnete Konsistenzindizes (Konsistenzindex) charakterisiert werden.Die Änderung der Zustandsform ist in den zwischen den Einzelkörnern wirkenden Kräften begründet. Bei geringen Wassergehalten werden die Körner von freien Oberflächenkräften zusammengehalten. Mit zunehmendem Wassergehalt umgeben sich die Körner mit hygroskopischen Wasserhüllen, durch welche die wirkenden Kräfte gebunden werden. Im Bereich der Fliessgrenze wirken lediglich noch schwache Reibungskräfte zwischen den mit Wasser umhüllten Teilchen. Konsistenzbalken. |
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