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aus England stammende traditionelle Bezeichnung für die überwiegend klastische tiefmarine Fazies des Unterkarbons in England, Irland und Deutschland, insbesondere im Rhenoherzynikum und im tieferen Untergrund Norddeutschlands. Die "klassische" Abfolge, die einige Zehnermeter bis über 200 m mächtig ist, beginnt im mittleren Tournai mit den liegenden Alaunschiefern und wird von den zunächst schwarzen, ab dem tiefen Visé grau-grünen Kulm-Kieselschiefern (grösstenteils Radiolarite) fortgesetzt. Aus diesen entwickeln sich über die kieseligen Übergangsschichten, zu denen auch ein Horizont makrofossilreicher "Posidonienschiefer" gehört (u.a. mit Muscheln, Goniatiten, Arthropoden), die monotonen Kulm-Tonschiefer. Diese gehen in die relativ mächtigen turbiditischen Kulm-Grauwacken des hohen Visé bis tiefsten Namur über, die zum Flysch der Varisziden gehören. Lokal können sich turbiditische Kalksteine, Diabase, Tuffe usw. einschalten. |
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