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Rhenoherzynische Zone, eine der stratigraphisch-lithologisch-tektonisch von F. Kossmat 1927 definierten Zonen der Varisziden, verfolgbar vom Harz über die Rheinische Masse, Südwest-England und Südirland bis nach Südportugal. Das Rhenoherzynikum besteht hauptsächlich aus im Oberkarbon gefalteten, geschieferten und sehr schwach metamorphen, z.T. fossilreichen Gesteinen des Devons und Unterkarbons. Im Devon steht die sandige, küstennahe Rheinische Fazies der küstenferneren Herzynischen Fazies aus vermehrt tonigen Gesteinen, Vulkaniten und Riffcarbonaten gegenüber, im Unterkarbon die küstennahe Kohlenkalkfazies (Kohlenkalk) der küstenfernen Kulmfazies (Kulm) aus Tonsteinen, Kieselschiefern, Grauwacken und Vulkaniten. Das Rhenoherzynikum gehörte paläogeographisch zum südöstlichen passiven Kontinentalrand (Plattentektonik) von Laurussia. |
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