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Messung der elektrischen Leitfähigkeit einer wässrigen Lösung. Geräte für die Leitfähigkeitsmessung können als Eintauch- oder Durchflussmesszelle mit Elektroden ausgebildet sein oder auch elektrodenlos arbeiten. Jede Messzelle hat eine Zellenkonstante, deren Grösse durch Kalibrierung, z.B. mit einer genormten Kaliumchloridlösung, bestimmt wird. Soweit das Gerät keine Temperaturkompensation ermöglicht, wird der Leitfähigkeitswert einer Probe i.d.R. auf 25ºC berechnet.
In der Geophysik bezeichnet die Leitfähigkeitsmessung bei kleinen Induktionszahlen in einem engeren Sinne diejenigen aktiven elektromagnetischen Verfahren, mit denen elektrische Leitfähigkeiten σ im Untergrund direkt gemessen werden können. Voraussetzung ist dabei der Bereich kleiner Induktionszahlen p, der durch entsprechende Wahl von Spulenabstand und Frequenz gewählt werden kann. Diese Bedingung ist z.B. dann erfüllt, wenn der Spulenabstand l eines Zweispulensystems sehr klein gegenüber der Skintiefe δ ist. Dann dominiert der Out-of-Phase-Anteil des gemessenen Feldverhältnisses; für eine horizontale koplanare Spulenanordnung (HLEM) ergibt sich z.B.:
mit den Vertikalkomponenten des Primärfeldes Bzp und des Gesamtfeldes Bz, der Permeabilität μ0 und der Kreisfrequenz ω. |
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