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der in der Zelle ablaufende Stoffwechsel in der Gesamtheit aller chemischen Reaktionen. Hierbei gewinnen Zellen Energie aus ihrer Umgebung und wandeln Nahrungsstoffe durch zahlreiche, miteinander verkoppelte Reaktionsschritte in Zellkomponenten um. Im weitesten Sinne werden Stoffe aufgenommen, eingebaut, umgewandelt, abgebaut und schliesslich ausgeschieden. Wesentliches Ziel des Stoffwechsels ist die Erhaltung und Vermehrung der Körpersubstanz und die Energiegewinnung, und damit die Aufrechterhaltung der Lebensvorgänge. Man unterscheidet allgemein den intermediären Stoffwechsel, der in Zellen und Geweben stattfindet ("Zell-Gewebs-Stoffwechsel") und sämtliche chemischen Umsetzungen von den Ausgangsstoffen bis zu den Endstoffen umfasst, sowie den Energie- bzw. Betriebsstoffwechsel, der Energiegewinnung (z.B. Wärmeenergie, Körpertemperatur, Arbeitsleistung der Organe und Muskeln, chemische Synthese-Energie) durch chemische Umwandlung körpereigener Stoffe beschreibt.
Neben dem eigentlichen Metabolismus existiert im Pflanzen- und Tierreich ein Sekundärstoffwechsel, der zwar zum Überleben primär nicht erforderlich ist, innerhalb dessen jedoch zahlreiche Naturstoffe (Blütenfarbstoffe, Gifte zum Schutz gegen Feinde, Harze, Riech- und Botenstoffe, Pheromone) in hierfür eigens spezialisierten Zellen gebildet werden. |
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