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Metabolismus, Begriff in der Biologie für die Gesamtheit der biochemischen Vorgänge in einem Organismus, die dem Aufbau und der Erhaltung der Körpersubstanz sowie der Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen dienen. Generell lassen sich der Baustoffwechsel (Aufbau-Stoffwechsel, Anabolismus, Assimilation) und der Betriebsstoffwechsel (abbauender Stoffwechsel, Katabolismus, Dissimilation) voneinander unterscheiden, wobei sich die entsprechenden Stoffwechselwege überschneiden. Sämtliche Körpersubstanzen werden im Stoffwechsel aus den Nährelementen aufgebaut. Je nach deren Herkunft lassen sich die Organismen typisieren in autotrophe, die sich ausschliesslich von anorganischen Substanzen ernähren (Autotrophie, Produzenten), und in heterotrophe, die auf organische Nahrung angewiesen sind (Konsumenten, Destruenten). Bei den autotrophen Organismen kann im weiteren nach der verwendeten Energiequelle differenziert werden (Photosynthese, Chemosynthese) (Tab.).
Organismen, die als Wasserstoffdonatoren anorganische Stoffe wie CO, H2O, NH3, H2S, Fe2+ usw. im Energiestoffwechsel nutzen, werden als lithotroph bezeichnet. Neben dem Stoffwechsel der Organismen gibt es aus Sicht der Landschaftsökologie auch einen übergeordneter Stoffwechsel der Ökosysteme. Dieser kann im Sinne eines Haushaltes der Nährelemente (Stoffhaushalt) über die Stoffkreisläufe betrachtet werden. Auf den verschiedenen Stufen der Stoffkreisläufe entstehen Produkte, die auch als Metabolite bezeichnet werden. Diese sind sowohl Bestandteil des Stoffkreislaufes der Organismen, als auch des übergeordneten Stoffkreislaufs im Ökosystem.
Stoffwechsel (Tab.): Einteilung der Lebewesen nach ihren Stoffwechselprinzipien (genutzte Energie-, Wasserstoff- bzw. Elektronen- und Kohlenstoffquelle). Es sind alle Kombinationen möglich. |
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