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Bezeichnung für die Zustandsformen chemischer Komponenten, die sich in ihren physikalischen Eigenschaften unterscheiden. Zum Beispiel sind die Modifikationen der Komponente SiO2 im Einstoffsystem Quarz, Hochquarz, Tridymit, Cristobalit, Keatit, Coesit, Stishovit, Lechatelierit (SiO2-Glas) und Chalcedon. Varietäten von Quarz sind Bergkristall, Amethyst, Citrin, Rosenquarz, Kappenquarz usw. Varietäten von Chalcedon sind Karneol, Onyx, Heliotrop, Moosachat usw. Das Auftreten in verschiedenen Modifikationen bezeichnet man allgemein auch als Polymorphie. Polymorphe Modifikationen unterscheiden sich in ihrer Stabilität und in ihren Druck- und Temperaturabhängigkeiten (Gibbssche Phasenregel, Phasenbeziehung). Bei Enantiotropie können die Modifikationen unmittelbar z.B. durch Überschreiten eines Umwandlungspunktes reversibel ineinander übergeführt werden, während bei der Monotropie nur eine feste Modifikation stabil ist. Die Umwandlung von anderen metastabilen Modifikationen in diese ist irreversibel. Für solche Übergänge existiert kein reversibler Umwandlungspunkt. Beispiele sind die monotropen Umwandlungen von Aragonit in Calcit oder von Markasit in Pyrit. |
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