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[von griech. nephéle = Nebel, wegen der wolkigen Trübung bei der Zersetzung durch Säuren], Fettstein, Pseudosommit, Mineral (Abb.) aus der Gruppe der Feldspatvertreter mit der chemischen Formel KNa3[AlSiO4]4 und hexagonal-pyramidaler Kristallform; Farbe: meist trüb, wolkig,
selten farblos klar, auch weiss, lichtgrau, grünlich-grau, gelblich, rötlich, bräunlich, blaugrün; Glasglanz; durchsichtig bis durchscheinend; Strich: weiss; Härte nach Mohs: 5,5-6; Dichte: 2,56-2,66 g/cm3; Spaltbarkeit: unvollkommen nach (0001), deutlicher nach (1010); Bruch: muscheliguneben; Aggregate: nur selten lose Kristalle, sonst körnig; vor dem Lötrohr ziemlich leicht schmelzend (gelbe Flammenfärbung); in Salzsäure Zersetzung unter Kieselgallerte-Ausfall; Begleiter: Aegirin, Albit, Mikroklin, Sodalith, Zeolith, Titanit, Ilmenit, Apatit, Biotit; Vorkommen: als charakteristisches Hauptgemengteil in vielen Gesteinen, besonders der atlantischen Sippe, in Plutoniten sowie in Gang-und Effusivgesteinen, aber auch aus dem Bereich der Regionalmetamorphose (Mariupolit, Canadit, Lakarpit, Lujavrit u.a.); Fundorte: Katzenbuckel im Odenwald (Hessen), Kaiserstuhl (Baden), Löbauer Berge (Lausitz), Vesuv und Monte Somma bei Neapel (Italien), Viezzenna-Tal bei Predazzo (Trentino, Italien), Ditró (Rumänien), Sierra de Monchique (Portugal), Ilmengebirge sowie Lujavr-Urt (Kola-Halbinsel, Russland).
Nephelin: Nephelinkristall. |
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