[von griech. pelós=Ton], Klasse von Böden mit ausgeprägtem Absonderungsgefüge, die sich aus tonreichem Gestein entwickelt haben. Zwischen dem entwickelten A-Horizont und dem unveränderten C-Horizont treten tonreiche ( > 45% Ton) P-Horizonte auf, in denen das Schichtgefüge des Ausgangsgesteins aufgelöst und in ein polyedrisches bis prismatisches Gefüge übergegangen ist (sogenannte »Aufweichungshorizonte«). Die Prismen des Unterbodens zeigen oft glänzende Oberflächen, die Slicken sides. Bei Trockenheit bilden sich 10 cm breite tiefe Spalten. Pelosole sind in Mitteleuropa vor allem auf mesozoischen Tonen und Tonmergeln entwickelt und sind mit Pelosol-Gleyen in Senken vergesellschaftet, kommen aber auch auf pleistozänen Beckentonen und tonreichen Geschiebemergeln vor; Klassifikation nach WRB: Vertisols oder Regosols je nach Spaltenbreite.