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Bestimmung der kristallinen Bestandteile eines Pulvergemischs. Ein
Pulverdiagramm ist charakteristisch für eine kristalline Phase und kann deshalb zu deren
Identifizierung herangezogen werden. Umfangreiche Tabellenwerke (ASTM-Kartei der »American
Society for Testing and Materials«) und Datenbanken (»Powder Diffraction File«, PDF, des
»International Centre for Diffraction Data«, ICDD; zur Zeit ca. 50.000 Einträge) und Software zur
automatischen Phasenerkennung erleichtern die Identifizierung unbekannter Phasen durch
Pulverdiffraktometrie. Die Nachweisbarkeitsgrenze liegt im Prozentbereich und ist damit um
Grössenordnungen schlechter als die anderer analytischer Verfahren (z.B. Röntgenfluoreszenz). Sie
ist abhängig von den enthaltenen Elementen, vom Kristallisationsgrad und von der Kristallstruktur.
Das Verhältnis integraler Reflexintensitäten einzelner Phasen eines Pulvergemischs ist ein Mass für
den Volumen- bzw. Massenanteil der jeweiligen Phase. Es kann deshalb zur quantitativen Analyse
dienen. Die üblichen Analysemethoden verwenden Eichdiagramme, die mit oder ohne Bezug auf eine
Standardsubstanz erstellt werden. Neuerdings wird in zunehmendem Masse die Rietveldmethode zur
quantitativen Phasenanalyse verwendet. |
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