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Ablösen einer Substanz von einem Substrat, an das sie bisher durch Absorption oder Adsorption gebunden war (inverser Vorgang zur Anreicherung). Die Remobilisierung kann durch Veränderungen des physikalischen oder chemischen Milieus bewirkt werden, z.B. durch Änderung des pH-Wertes oder durch andere Substanzen.
Die Remobilisierung von Schadstoffen ist einVorgang, bei dem bereits im Boden festgelegte Schadstoffe (Immobilisierung von Schadstoffen) wieder in eine verlagerungsfähige oder verfügbare Form übergehen (z.B. Lösung, Dispersion, Verflüchtigung) und somit weiterverbreitet werden. Der Grund für eine Remobilisierung ist je nach Schadstoffgruppe unterschiedlich. Bei veränderten Milieubedingungen (pH-Wert, Temperatur, Salinität, Redoxverhältnisse, biochemisches Gleichgewicht) verschieben sich bestehende Gleichgewichte im Boden, so dass in Lösung befindliche Stoffe ausgefällt und bisher ausgefällte oder sorbierte Stoffe gelöst werden können. So konkurrieren beispielsweise Schwermetallionen mit den H+-Ionen der Bodenlösung um Adsorptionsplätze an der Oberfläche von Tonmineralen im Boden. Bei sinkendem pH-Wert (=Erhöhung der H+-Ionenkonzentration) werden so bereits adsorbierte Schwermetallionen von ihren Plätzen verdrängt und gehen wieder in Lösung über. So kann bereits die verbreitet zu beobachtende Bodenversauerung zur Remobilisierung von Schwermetallen im Boden führen. Auch die Zufuhr von Calciumionen kann bereits festgelegte Schwermetalle wieder in Lösung bringen. |
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