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Randriff, häufiger Rifftyp (Riff Abb.) moderner tropisch-warmer Gewässer, der küstennah, ohne Abgliederung einer Lagune, als schmales Band der Strandlinie folgt. Typisch ist ein dicht unter der Niedrigwassergrenze horizontal ausgebildetes Riffdach, welches von der Luvseite des Riffes bis zum Ufer reicht und eine ebene Besiedlungsfläche im seichten Wasser bietet. Im Gegensatz zum Barriereriff fehlt ein innerer Riffhang, der zur Lagune hin abfällt. In vielen Fällen ist jedoch durch die Einwirkung der Brandung ein Uferkanal zwischen Saumriff und Strand entstanden. Weitet sich dieser küstenparallele Kanal aus, entstehen fliessende Übergänge zwischen Saumriff und Barriereriff. Darwin beschrieb 1842 in »The structure and distribution of coral reefs« das Saumriff als einen Rifftyp, aus dem sich ein Barriereriff und schliesslich ein Atoll bilden kann. Beispiele für rezente Saumriffe lassen sich besonders im Bereich Hawaiis, in der Karibik und an der Küste des Roten Meeres finden. Fossile Saumriffe sind wegen des geringen Erhaltungspotentials an hochenergetischen Küsten selten. |
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