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quantitative Erfassung von Sonnenflecken. Die Sonnenflecken-Relativzahlen wurden von E. Wolf 1848 eingeführt und werden durch folgende Gleichung beschrieben:
SRZ=k(10g+f). Dabei ist g die Anzahl der Fleckengruppen, f die Anzahl der Einzelflecken und k ein Normierungsfaktor. Verschiedene Autoren haben aus den vorliegenden Beobachtungen Werte für Sonnenflecken-Relativzahlen rekonstruiert, zum Beispiel anhand von Polarlichtbeobachtungen als Folgeerscheinung der Sonnenaktivität sogar bis vor das Jahr 1610 zurück (Abb.). Anhand dieser Daten lassen sich verschiedene Zyklen nachweisen, wie z.B. der ca. 11jährige Schwabe-Zyklus oder der 22jährige Hale-Zyklus. Neben weiteren Zyklen tritt längerfristig noch der 80-90jährige Gleissberg-Zyklus auf. Während es Hypothesen über einen Zusammenhang der Sonnenflecken mit Klimaänderungen schon lange gibt, erlauben erst die in jüngerer Zeit verfügbaren Satellitenmessungen einen genauen Vergleich zwischen Sonnenflecken und der extraterrestrischen Sonneneinstrahlung. Diese Korrelation muss physikalisch so gedeutet werden, dass die Strahlungswirkung der Sonnenflecken durch die Sonneneruption bzw. Protuberanz überkompensiert wird, die Ausstrahlung der „unruhigen” Sonne (während Phasen solarer Aktivität) somit etwas grösser ist als zu Zeiten der „ruhigen” Sonne. Jedoch liegen diese Variationen nur im Promillebereich der Solarkonstanten.
Sonnenflecken-Relativzahlen: Sonnenflecken-Relativzahlen 1610-1994. |
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